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 Fernzugriff aufs NAS

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BeitragThema: Fernzugriff aufs NAS   So 11 März 2012, 09:55

Fernzugriff aufs NAS

Ein NAS-Server ist der zentrale Ort für Ihre Daten. Praktisch wäre es, wenn man auch von unterwegs aus jederzeit Zugriff auf die Daten zu Hause hätte.

Ein NAS-Server ist ein zentraler Datei-Server, der im Heimnetz allen angeschlossenen Rechnern Zugriff auf dieselben Daten ermöglicht. Normalerweise ist das NAS nur innerhalb des Heimnetzwerks erreichbar und vom Internet aus unsichtbar. Ab und zu braucht man aber unterwegs Daten, die auf dem NAS liegen – zum Beispiel die Buchungsbestätigung des Hotels.

Der folgende Artikel zeigt, wie Sie Ihren NAS-Server und Ihren Router so konfigurieren, dass Sie von jedem Ort der Welt aus via Internet an Ihre Daten auf dem NAS kommen. Die Anleitung orientiert sich am weit verbreiteten Router Fritzbox: Die Konfigurationsschritte sind bei allen aktuellen Fritzbox-Modellen gleich. Die Einstellungen für den NAS-Server orientieren sich am Diskstation Manager. Das ist die Verwaltungssoftware für NAS-Systeme des Herstellers Synology. Bei Servern anderer Hersteller sind die Menüpunkte ähnlich.

NAS für den Fernzugriff einrichten

Zunächst konfigurieren Sie den NAS-Server. Dazu weisen Sie dem NAS eine feste IP-Adresse zu und legen ein Benutzerkonto für den Fernzugriff an.

Feste IP-Adresse zuweisen

Damit Sie später im Router den Zugriff auf das NAS konfigurieren können, weisen Sie diesem eine feste IP-Adresse im lokalen Netzwerk zu.

Schritt 1: Öffnen Sie dazu die Konfiguration des NAS. Bei einem Synology-Server geben Sie im Browser die Adresse diskstation ein. Wechseln Sie zu den Netzwerkeinstellungen. In unserem Beispiel finden Sie diese unter „Systemsteuerung, Netzwerk, Netzwerk-Schnittstelle“. Die Menüs heißen bei den meisten NAS-Servern „Manuelle IP-Konfiguration“ oder ähnlich.
Feste IP-Adresse: Als Erstes braucht Ihr NAS eine feste IP-Adresse. Hier legen Sie sie fest (Bild 1).

Schritt 2: Weisen Sie dem NAS eine feste IP-Adresse zu. Da die Fritzbox standardmäßig die IP-Adresse „192.168.178.1“ nutzt, wählen Sie eine IP-Adresse im selben Adressbereich, zum Beispiel 192.168.178.100. Als Teilnetzmaske geben Sie 255.255.255.0 an. Als „Standard-Gateway“ und „DNS-Server“ geben Sie die IP-Adresse 192.168.178.1 der Fritzbox an.

Das Standard-Gateway bezeichnet die IP-Adresse des Routers und der DNS-Server die Adresse des Rechners, der Domain-Namen in IP-Adressen auflöst. Auch diese Aufgabe übernimmt die Fritzbox beziehungsweise sie leitet die Anfragen an den Server des Internet-Zugangsanbieters weiter.
Benutzer anlegen

Auf einem NAS legt man alle möglichen Daten ab, zum Beispiel Kontoauszüge als PDF-Dateien und Scans wichtiger Verträge. Auf diese Daten benötigt man in der Regel keinen Zugriff aus dem Internet.

Daher richten Sie auf dem NAS-Server ein Benutzerkonto ein, das ausschließlich dem Zugriff aus dem Internet dient. So können Sie detailliert festlegen, auf welche Dateien Sie weltweit Zugriff haben möchten. Das erhöht die Sicherheit, falls Ihre Zugangsdaten in die falschen Hände geraten sollten.

Schritt 1: Wechseln Sie in der NAS-Konfiguration in die Benutzerverwaltung unter „Systemsteuerung, Benutzer“. Legen Sie mit „Erstellen, Benutzer erstellen“ ein Konto für den Fernzugriff an.

Schritt 2: Bei „Name“ tragen Sie einen Benutzernamen ein, etwa Fernzugriff. In das Feld „Passwort“ geben Sie ein Kennwort ein.

Schritt 3: Auf den meisten NAS-Servern weisen Sie Benutzern eine Gruppe zu. Die Gruppe „users“ ist in unserem Beispiel bereits ausgewählt. Behalten Sie diese Voreinstellung bei. Fügen Sie den neuen Benutzer „Fernzugriff“ keinesfalls der Gruppe „administrators“ zu. Diese hat nämlich auf alle Daten Zugriff. Bei den Zugriffsrechten verweigern Sie dem Konto erst einmal sämtliche Zugriffsrechte. Setzen Sie dazu ein Häkchen bei „Kein Zugriff“.

Schritt 4: Wechseln Sie in die Benutzerverwaltung und legen Sie fest, auf welche Verzeichnisse das Konto „Fernzugriff“ zugreifen darf. Verzeichnisse, die Sie sperren möchten, markieren Sie mit lich.„Kein Zugriff“. Mit „Lesen/Schreiben“ darf das Konto Dateien lesen und
bearbeiten. Mit „Nur lesen“ ist ein Speichern von Daten nicht mög
Zeitschaltuhr fürs NAS: Viele NAS-Systeme schalten sich zeitgesteuert ein und aus. Wenn Sie in den Urlaub fahren, beachten Sie dabei die Zeitverschiebung zum Urlaubsort.

Zeitplaner aktivieren

Viele NAS-Systeme lassen sich zeitgesteuert starten und beenden. Das ist praktisch, wenn Sie im Urlaub sind. Die Einstellungen finden Sie unter „Energiespareinstellungen“. NAS-Systeme sind häufig auch in der Lage, Festplatten in einen Ruhezustand zu versetzen, falls längere Zeit keine Zugriffe erfolgen. Das schont die Stromrechnung und erhöht die Lebensdauer der Festplatten. Die Funktion heißt „Ruhezustand für Festplatten“ oder ähnlich.

Fritzbox für den Fernzugriff einrichten

Nun konfigurieren Sie die Fritzbox. Sie weisen
dieser einen Domain-Namen für den weltweiten Zugriff zu. Anschließend
konfigurieren Sie den NAS-Zugriff aus dem Internet. Die Konfiguration
der Fritzbox öffnen Sie im Browser über die Adresse fritz.box.

Expertenansicht aktivieren

Die Fritzbox-Konfiguration zeigt standardmäßig nur
die wichtigsten Einstellungen. Aktivieren Sie die Expertenansicht.
Wechseln Sie dazu zu „System, Ansicht“ und wählen Sie „Expertenansicht
aktivieren
“.

DynDNS konfigurieren

Die Fritzbox nimmt in der Regel über DSL Verbindung
mit dem Internet auf. Dabei weist der DSL-Anbieter der Fritzbox bei
jedem Verbindungsaufbau eine neue öffentliche IP-Adresse zu. Da die
meisten DSL-Anbieter alle 24 Stunden eine Zwangstrennung durchführen und
auch zwischendurch mal die Verbindung abbrechen kann, ändert sich die
öffentliche IP-Adresse ständig.


Das ist kein Problem, wenn Sie zu Hause im Internet
surfen. Wenn Sie jedoch von unterwegs auf Ihren Router zugreifen
möchten, müssen Sie die aktuelle IP-Adresse kennen. Abhilfe schafft ein
Dynamic Domain Name System (DynDNS). Der Dienst ermöglicht es, über
einen festen Domain-Namen auf den Router zuzugreifen.
Nach jedem Verbindungsaufbau ins Internet übergibt
die Fritzbox die aktuelle IP-Adresse an den DynDNS-Dienst. Wenn Sie dann
über den vom DynDNS-Dienstleister zur Verfügung gestellten Domain-Namen
auf die Fritzbox zugreifen, leitet der Dienst Ihre Anfrage an die
jeweils aktuelle IP-Adresse weiter.


So melden Sie sich für einen DynDNS-Dienst an:


Wechseln Sie in der Fritzbox-Konfiguration zu „Internet, Freigaben,
Dynamic DNS
“. Aktivieren Sie „Dynamic DNS benutzen“. Wählen Sie unter
Dynamic DNS-Anbieter“ einen Service aus, etwa „dyndns.org“. Um Sie für
den Dienst anzumelden, klicken Sie auf „Neuen Domainnamen anmelden“.
Scrollen Sie auf der Webseite von Dyn.com ganz nach unten und klicken
Sie auf „Dyn-DNS Free“ und auf der folgenden Seite auf „GET IT NOW“.
Unter „Hostname“ geben Sie eine beliebige Subdomain an, unter der Sie
später auf die Fritzbox zugreifen.
Im Auswahlmenü wählen Sie eine Domain aus. Unter „Service Type
übernehmen Sie die Voreinstellung „Host with IP address“. Geben Sie
unter „IP Address“ die derzeit aktuelle öffentliche IP-Adresse der
Fritzbox ein: Diese zeigt Ihnen Dyn.com unter dem Eingabefeld unter
Your current locations’s IP (…)“ an. Sie erfahren sie aber auch in der
Fritzbox-Konfiguration unter „Internet, Online-Monitor“. Bestätigen Sie
mit „Add To Cart“. Dann legen Sie einen Kontonamen und ein Passwort
fest. Sie erhalten eine E-Mail mit einem Link, über den Sie die
Anmeldung bestätigen.


Speichern Sie die Daten für den Dynamic Domain Name
Service in der Fritzbox: Wechseln Sie dazu in der Konfiguration zu "Internet, Freigaben, Dynamic DNS. Geben Sie den Domain-Namen – etwa felizian.dyndns.org – und das Passwort ein.

Port-Weiterleitung anlegen

Damit Sie künftig auf Ihre Fritzbox über eine
FTP-Verbindung zugreifen können, etwa mit dem Notebook oder
Android-Smartphone, richten Sie auf der Fritzbox eine Port-Weiterleitung
ein. Bei einer Port-Weiterleitung – auch Port-Forwarding oder
Port-Freigabe genannt – leitet der Router die Datenpakete vom und zum
NAS-Server ins Internet weiter.


Anhand der Port-Nummer weiß ein Rechner, für welche
Anwendung ein Datenpaket bestimmt ist. In TCP/IP stehen die
Protokollnummern 0 bis 65535 zur Verfügung. Bestimmte Dienste nutzen
feste Port-Nummern.


Wenn Sie die Webseite www.google.de aufrufen, sendet
Ihr Rechner die Datenpakete an die IP-Adresse des Google-Servers an den
Port 80. Das ist der Standard-Port für Webserver. FTP-Server nutzen den
Port 21, sichere Webserver mit „https://“ nutzen Port 443.


Auch das Network Attached Storage in Ihrem lokalen
Netzwerk nutzt Ports. Wenn das NAS ein Datenpaket von einem Rechner im
Netzwerk erhält, weiß es sofort, für wen das Datenpaket bestimmt ist:
zum Beispiel für den FTP-Server auf dem NAS oder für die Dateifreigabe
in Windows.


Hier kommt die Port-Weiterleitung in Spiel: Wenn Sie
aus dem Internet auf Ihr Heimnetzwerk zugreifen, sehen Sie über die
IP-Adresse des DSL-Zugangs lediglich den Router. Die Computer und das
NAS dahinter sind vom Internet aus zunächst unsichtbar.


Dank Port-Weiterleitung können Sie Ihr NAS auch vom
Internet aus nutzen. Sie greifen dabei über die IP-Adresse Ihres Routers
auf einem bestimmten Port auf den NAS-Server zu. Der Router leitet alle
Anfragen an diesen bestimmten Port an das NAS weiter. Auf entsprechende
Weise leitet der Router auch die Datenpakete, die er vom NAS erhält, an
Sie weiter.


Sowohl für Ihren Rechner als auch für den NAS-Server
hat diese Verbindung den Anschein, als würden beide wie im Heimnetz
miteinander kommunizieren. Der Router verändert dabei die Datenpakete
jeweils so, dass sie so aussehen, als kämen sie direkt vom Router. Diese
Technik nennt man Network Address Translation, kurz NAT.


Schritt 1: Richten Sie die Port-Weiterleitung
ein, indem Sie in der Fritzbox zu „Internet, Freigaben, Portfreigaben
wechseln. Legen Sie für den FTP-Server mit „Neue Portfreigabe“ eine
Port-Weiterleitung an.


Schritt 2: Wählen Sie unter „Portfreigabe aktiv für“ im Menü „Andere Anwendungen“. Als Bezeichnung geben Sie FTP-Server ein. Wählen Sie als Protokoll „TCP“. Unter „von Port“ geben Sie den FTP-Port 21 ein.


Schritt 3: Unter „an Computer“ wählen Sie den
Netzwerknamen des NAS-Servers. Darunter erscheint dann unter „an
IP-Adresse
“ die IP-Adresse des NAS, etwa „192.168.178.100“.


Falls der Netzwerkname unbekannt ist, wählen Sie
unter „an Computer“ die Auswahl „manuelle Eingabe der IP-Adresse“. Geben
Sie die IP-Adresse des NAS ein, zum Beispiel 192.168.178.100. Unter „an Port“ geben Sie den FTP-Port 21 ein.


Hinweis: Einige NAS-Server erfordern die
Weiterleitung weiterer Ports. Schlagen Sie in diesem Fall im Handbuch
des NAS-Systems nach. Viele Hersteller stellen auch auf den
Serviceseiten im Internet eine Liste aller verwendeten Ports zur
Verfügung.


Mit Hilfe der Port-Weiterleitung lassen sich
übrigens auch andere NAS-Dienste aus dem Internet nutzen, zum Beispiel
ein Webserver. Legen Sie dafür eine zusätzliche Port-Weiterleitung auf
der Fritzbox an.

Im Urlaub auf das NAS zugreifen

Der weltweite Zugriff
nach Hause ist sowohl über ein Notebook als auch über ein Smartphone
möglich.

FTP-Zugriff mit dem Notebook

Für den Zugriff mit einem Notebook nutzen Sie ein FTP-Programm wie das kostenlose Cyberduck.
Im Hauptfenster klicken Sie auf „Neue Verbindung“. Wählen Sie im Auswahlmenü „FTP (Unverschlüsselte
Verbindung)
“. Bei „Server“ geben Sie die DynDNS-Adresse Ihrer Fritzbox
ein, etwa felizian.dyndns.org.
Übernehmen Sie unter „Port“ die Voreinstellung „21“, den Standard-Port
für FTP-Verbindungen. Unter „Benutzername“ geben Sie den zuvor
angelegten Benutzer Fernzugriff ein und unter „Passwort“ das Kennwort.


Starten Sie den Verbindungsaufbau mit „Verbinden“.
Kurz darauf sehen Sie alle für den Benutzer „Fernzugriff“ freigegebenen
Ordner. Ein Klick auf das Symbol „Trennen“ beendet die Verbindung.


Unter Umständen erhalten Sie beim Verbindungsaufbau
den Hinweis, dass der FTP-Server Ihres NAS auch verschlüsselte
Verbindungen unterstützt. In der Praxis bereitet der verschlüsselte
Verbindungsaufbau mit der Fritzbox und Port-Weiterleitung jedoch
Probleme, so dass kein Verbindungsaufbau möglich ist.

FTP-Zugriff mit dem Smartphone

Auch mit einem Android-Smartphone haben Sie Zugriff auf das NAS in Ihrem Heimnetzwerk.


Nutzen Sie dazu auf dem Smartphone ein kostenloses FTP-Programm wie And FTP
. Laden Sie die App über den Android-Market auf Ihr Smartphone. Starten
Sie And FTP und legen Sie mit „Hinzufügen“ eine neue Verbindung an.
Geben Sie unter „Hostname“ die DynDNS-Adresse der Fritzbox ein, zum
Beispiel felizian.dyndns.org. Unter „Typ“ übernehmen Sie „FTP
(File Transfer Protocol)
“ und unter „Port“ den Eintrag „Standard ist
21
“. Geben Sie unter „Benutzername“ das Benutzerkonto auf dem NAS an,
etwa Fernzugriff. Unter „Passwort“ geben Sie das Kennwort ein.
Übernehmen Sie die Vorgabe für „Lokaler Ordner“ und geben Sie unter „FTP
Ordner“
das Zeichen / ein. Bestätigen Sie mit „Speichern“ und „OK“.


So bauen Sie eine FTP-Verbindung auf: Wählen Sie
unter „FTP-Server auswählen“ die neue Verbindung. Starten Sie den Aufbau
der FTP-Verbindung mit „Verbinden.

_________________
Kampfspiele sind lustig, ich spiele Windows jetzt schon mehr als 15 Jahre lang und habe noch immer nicht gewonnen.




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